Vorkaufsrecht zur Sicherung der Agrarstruktur

Wir üben zur Sicherung der Agrarstruktur im Auftrag des Freistaates Sachsen seit 1994 das siedlungsrechtliche Vorkaufsrecht nach § 4 Reichssiedlungsgesetz aus. Voraussetzung hierfür ist, dass landwirtschaftliche Flächen über zwei Hektar an Nichtlandwirte veräußert werden und mindestens ein aufstockungsbedürftiger und erwerbsfähiger Landwirtschaftsbetrieb uns gegenüber seinen Kaufwillen erklärt hat (Nacherwerber). Wir treten dann zu den ursprünglich vereinbarten Vertragskonditionen an die Stelle des „Nichtlandwirt“-Käufers ein und veräußern anschließend die Flächen an den Nacherwerber.  

Seit 1994 haben wir rund 2.600 Fälle bearbeitet, von denen 200 Fälle mit einer Fläche von etwa 1.600 ha tatsächlich ausgeübt werden konnten. Unsere Nacherwerber sind im langjährigen Durchschnitt je zur Hälfte Landwirtschaftsbetriebe in der Rechtsform einer juristischen Person (z.B. GmbH oder Genossenschaft) und Betriebe in Rechtsform einer Personengesellschaft (z.B. GbR) bzw. Einzelunternehmen.

Partner sind die zuständigen Genehmigungsbehörden in den zehn Landratsämtern und den Stadtverwaltungen der Städte Dresden, Leipzig und Chemnitz.